Herbstbestellung

Die Herbstbestellung kann dieses Jahr unter sonnigen und nahezu optimalen Bedingungen stattfinden. Jedenfalls bis jetzt! In Deensen ist bereits alles bestellt - so geschmeidig und unfallfrei ist uns die Bestellung dort lange nicht mehr gelungen. Zu Gerste haben wir unter optimalen Bedingungen gepflügt, zu Weizen nach Bohnen und Raps gegrubbert. Bodenherbizide sind auch schon zum Teil ausgebracht worden und kommen mit den angesagten Niederschlägen am Wochenende und in der nächsten Woche hoffentlich auch zur Wirkung. Die erste Gerste ist auch schon ohne Niederschlag aufgelaufen - jedes Jahr wieder ein feierliches Ereignis.

In Lage haben wir die Gerstenbestellung auch abgeschlossen. Hier hatte das Stroh ein wenig mehr Zeit für die Rotte, und so wurde pfluglos nach Dinkel und nach Weizen bestellt. Die erwarteten Niederschläge werden hier den Auflauf unterstützen, obwohl beim Drillen immer noch erstaunlich viel Feuchtigkeit im Boden vorhanden war, die auch fürs Keimen gereicht hätte. Nach der Gerste säen wir nun Dinkel nach Raps, der auch möglichst frühzeitig und unter guten Bedingungen bestellt werden muss. Danach bleibt nur noch Raps- und Rübenweizen übrig.

Die Zuckerfabrik in Lage startet Anfang Oktober, so dass im Moment noch keine Rüben gerodet sind. Je nachdem wie die angesagten Niederschläge ausfallen, wird das aber auch in naher Zukunft stattfinden. Die Rüben sehen einigermaßen vielversprechend aus. Die Rübenlieferungen werden sich aber aufgrund des späten Starts und der hohen Erträge bis Ende Januar 2021 hinziehen. 

Auch im Forst gehen die Arbeiten weiter. Ein Harvester arbeitet sich im Wald Busse voran und entfernt die abgestorbenen Fichten, damit sich die Naturverjüngung aus Douglasie und Fichte ausbreiten kann. Solange das Langholz im Container nach China verkauft werden kann, muss eingeschlagen werden. Es gilt, den ohnehin durch Trockenheit und Borkenkäfer entstandenen Schaden so gering wie möglich zu halten.

Wir sind gespannt, welche Witterung uns der Winter dieses Jahr beschert. Schön wäre neben Frost natürlich ausreichend Regen, um die Grundwasservorräte wieder etwas aufzufüllen.