Fühjahrsbestellung?

Nach der ersten warmen und sehr geschäftigen Phase folgte wieder ein Wintereinbruch  mit viel Wasser, teilweise Hagel, Schnee und Sturm Mitte März. Damit war das meiste vom März gelaufen. Es ist klar: Die Frühjahrsbestellung wird dieses Jahr spät, schwierig und langwierig. So, wie man's gerne hätte, wird es nicht laufen.

Der März verabschiedet sich zwar mit freundlichem Wetter bis Ostern, dreht aber an den Feiertagen wieder auf Winter und lässt es wieder schneien.

Zum Glück sind wenigstens die Ackerbohnen gesät - ein Teil in Direktsaat, ein Teil in konventioneller Pflugsaat - die ersten Rüben sind gesät und ein Teil der Sommergerste. Mehr gaben die Böden einfach noch nicht her. Zwischendurch liefen die unbedingt nötigen Pflanzenschutz- und Düngungsmaßnahmen. Alles im Eiltempo oder an Feiertagen, von Entspannung keine Spur.

Die Natur entwickelt sich aber trotz der wiederkehrenden Wintereinbrüche immer weiter. Die Forsythien blühen, der Lerchensporn und die Anemonen im Wald haben ihre Hauptblüte erreicht und die Kiebitze suchen eifrig den richtigen Brutplatz. Wir hoffen, dass wir Ihnen dieses Jahr wieder die passende Stelle zum Brüten anbieten können. Auch die Krötenwanderung ist in vollem Gange. An den wenigen warmen Abenden hüpfte der ganze Hof. Genauso wie die Natur sich durchs Wetter nicht einschüchtern lässt, kämpfen wir tapfer bei jeder Gelegenheit, um die nötigen Arbeiten zu verrichten.

Leider kommen mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen auch wieder die ungebetenen Gäste in die Naturschutzwiesen und die Uferrandstreifen. Spaziergänger und Feierlustigen stürmen die Natur, sobald es das Wetter zulässt. Wir können nur immer wieder appellieren: Die Natur braucht unseren Respekt, bitte beachten Sie unsere Schilder, behalten Sie Ihren Müll bei sich und betreten Sie die Wiesen und Uferrandstreifen nicht. Die wenigen Exemplare, die wir bei manchen Arten noch haben, müssen unbedingt geschützt werden.

Wir hoffen, dass der Frühling demnächst richtig kommt. Mal sehen, was der April so bringt.